Bella hat ein Problem. Wohingegen all ihre Schulfreunde darauf warten, endlich 18 Jahre zu werden, graust es ihr vor diesem Tag. Bella will auf gar keinen Fall älter als ihr geliebter Edward werden. Sie versucht um jeden Preis, Edward davon zu überzeugen, sie ebenfalls zum Vampir zu machen, doch er lehnt ab.
Dann ist er da, Bellas Geburtstag. Und dieser entwickelt sich wahrlich zu einem furchtbaren Erlebnis. Die Cullens haben den Wunsch Bellas, ihren Geburtstag zu ignorieren, ignoriert und geben am Abend eine Party für sie. Da geschieht das Unvermeidliche, Bella verletzt sich und obwohl die Wunde winzig ist, können sich Jasper und auch Edward vor Durst kaum zurückhalten. Edward muss einsehen, dass eine Beziehung zu Bella schwierig ist und zieht sich zurück. Die gesamte Familie Cullen verlässt Forks und damit auch Bella, die nun allein ist. Ihre schöne Welt bricht völlig zusammen und verzweifelt immer mehr. Leer sind ihre Tagebucheinträge im Oktober, November und Dezember. Erst nach und nach wacht sie wieder auf und kehrt ins Leben zurück, in ein Leben ohne Edward.
Bald schon aber merkt sie, wie sie Edward zumindest wieder hören kann. In den Momenten, in denen sie in Gefahr ist, spricht er zu ihr. So überlegt sie, was für einen Tollpatsch wie sie, am gefährlichsten ist und entscheidet sich für zwei Motorräder. Da diese nicht ganz in Ordnung sind, bringt sie sie zu ihrem alten Kumpel Jacob Black nach La Push. Die zwei verbringen viel Zeit miteinander und Bella merkt, dass auch Jacob sehr nett ist. Gerade, als sie sich ihm öffnen will und wirklich Vertrauen gefasst hat, beginnt Jacob sich zurückzuziehen – was hat Jacob auf einmal zu verbergen? Und wer ist die fremde Vampirin, die auf einmal auftaucht? Werden Bella und Edward sich wiedersehen?
Edwardfans dürfte der zweite Teil der Geschichte nicht unbedingt gefallen, kommt er doch fast nur nebenbei in der Geschichte vor und Bella nähert sich Jacob an.
Leider liest auch dieses Mal wieder Ulrike Grote die wunderschöne emotionale Geschichte rund um Bella und Edward. Erschreckend gefühllos liest Grote vor allem die Monate völliger Verzweiflung, in denen sie leidet, verzweifelt und beinahe zerbricht. Und auch sonst vermag sie die Emotionen dieser Geschichte nicht wirklich zu vermitteln. Die Figuren wirken durch Grote eher kalt, ohne Gefühle und die gesamte Geschichte verliert an Spannung. Ulrike Grote zeigt u.a. in „Wendekreis der Nacht“ eine fabelhafte Leistung, hier kann sie an diese Leistung nicht anknüpfen. Lebendig zwar erzählt sie von der großen Liebe zwischen dem Vampir Edward und dem Mädchen Bella, doch sie erreicht die Hörer nicht im Herzen. Schade...
„Bis(s) zur Mittagsstunde ist eine gekürzte Lesung auf sechs CDs mit einer Gesamtspielzeit von 465 Minuten.
Ulrike Grote spielte nach der Schauspielausbildung im Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und an der Wiener Burg. Seit 2001 ist sie in diversen Film- und Fernsehrollen zu sehen. Seit 2003 ist sie auch als Regisseurin international erfolgreich. Ulrike Grote hat bereit den ersten Band des Bis(s)-Erfolges gelesen.
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